Top 5 Plazierung im Visier

Renault stellt den F1-Boliden R.S.17 vor

21. Februar 2017 - Erklärtes Ziel des Werksteams ist Platz fünf in der Konstrukteurs Weltmeisterschaft. Anders als im Vorjahr entstand das Auto vom ersten
Entwurf an komplett unter Renault Regie und ist damit das erste echte Renault Formel 1-Fahrzeug in der Hybrid-Ära. Neben dem deutschen Neuzugang und 115-fachem Grand-Prix-Teilnehmer Nico Hülkenberg steigt der Brite Jolyon Palmer ins Cockpit des R.S.17. Das Auftaktrennen startet am 26. März mit dem Grand Prix von Australien in Melbourne.

Renault Sport Formel 1-Team nimmt die Top 5 ins Visier

«2017 ist die erste Saison, in der wir vom Start an als ein Team arbeiten», erklärt Cyril Abiteboul, Managing Director von Renault Sport Racing. «Vergangenes Jahr hatten wir ein Fahrzeug, das sehr schnell fertiggestellt werden musste. Dieses Jahr konnten wir unser Auto in enger Abstimmung zwischen dem Motorenzentrum Viry-Châtillon und der Chassisfertigung in Enstone entwickeln. Deshalb erwarten wir in der kommenden Saison grosse Fortschritte», so Abiteboul weiter. «Wenn wir Platz fünf in der Konstrukteurswertung erreichen wollen, müssen wir regelmässig in die Punkteränge fahren – das ist eine Herausforderung», sagt Abiteboul. Mit Nico Hülkenberg stösst ein erfahrener und talentierter Pilot von Force India zum Renault Sport Formel 1-Team. Zweiter Mann im Renault Cockpit ist Jolyon Palmer, der eine gute Premierensaison in der Königsklasse gezeigt hat. «Beide Fahrer sollten sich gut ergänzen, und das Team wird davon profitieren», so Abiteboul.

Neue Aerodynamikregeln für schnellere Rundenzeiten

Die Saison 2017 ist geprägt von grundlegenden Reglementänderungen, die die Formel 1 deutlich schneller machen sollen. So steigt die Breite der Autos von 1,80 Meter auf 2,0 Meter. Gleichzeitig werden Front- und Heckflügel grösser. Der Frontflügel misst künftig 1,80 Meter statt 1,65 Meter in der Breite. Ausserdem ragt die Spitze 20 Zentimeter über das vordere Ende der Endplatten hinaus. Daraus resultiert eine aggressive Pfeilform. Die Breite des Heckflügels wächst um 15 Zentimeter auf 95 Zentimeter. Der Flügel selbst sitzt 15 Zentimeter tiefer als bisher, die Endplatten werden in einem Winkel von 30 Grad angestellt. Auch ein zweites Heckflügelelement ist wieder erlaubt. Diese Massnahmen sollen den Anpressdruck steigern und damit die Kurvengeschwindigkeiten erhöhen. Die Rundenzeiten werden hierdurch um voraussichtlich bis zu fünf Sekunden sinken, obwohl durch den erhöhten Luftwiderstand gleichzeitig der Topspeed auf Geraden zurückgeht. Auch neue Luftleitflächen und ein Diffusor, der bereits 17,5 Zentimeter vor der Hinterachse beginnt und stärker ansteigt als bislang, steigern die Kurvenperformance der Formel 1-Boliden.

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